Kommt es dir bekannt vor? Du bist 90 Minuten im Studio, hast ein paar Übungen hinter dir, aber du fühlst dich nicht komplett ausgepowert? Das kann daran liegen, dass du deine Zeit nicht effizient nutzt. Ich habe untersucht, was die 5 häufigsten Ablenkungen beim Sport sind und wie du fokussiert bleibst.

 

1. Immer wieder aufs Handy gucken

Kennst du das? Du hast dein Handy dabei und immer zwischen den Übungen schaust du drauf. Teilweise wandert dein Blick und deine Aufmerksamkeit zwischen den Wiederholungen dahin. Mittlerweile ist die durchgehende Verfügbarkeit ein Problem. Dein Fokus liegt nicht in der Box sondern bei Snapchat, Facebook oder Instagram. Du machst Fotos von dir beim Sport oder beim Umschalten vom Lied eben noch ne Nachricht an die Geliebte und sie antwortet auch direkt. Schon hast du ne Konversation begonnen, die nicht 30 Sekunden sondern 4 Minuten dauert. In der Zwischenzeit hättest du noch ein paar Übungen machen können. Ich sage nicht, das Smartphones schlecht sind. Aber worauf du achten solltest, wenn du dein Handy als Timer oder WorkoutLog nutzt = Social Media.

2. Das ständige Quatschen

Eine gute Box ist ein sozialer Treffpunkt, an dem Freundschaften gepflegt werden oder sogar entstehen können. Der soziale Aspekt ist bei Crossfittern das Alleinstellungsmerkmal. Allerdings sind Konversationen, während der Coach die Technik vom Snatch erklärt, oder während du dich auf dein WOD oder PR vorbereitest ein NoGo. Du willst keine Ablenkung in deinem mentalen Fokus und wenn Leute zu viel reden verlierst du genau das. Also sei nicht diese Art von Mensch, die immer dazwischen reden.

3. Rumalbern

Beim Aufwärmen machst du Bewegungen ohne einen durchdachten Plan. Machst ein bisschen hier von was, bisschen da von. Da geht ziemlich viel Zeit verloren. Zum herumdödeln bist du nicht in die Box gekommen. Bevor du in die Box kommst, mach dir Gedanken, wie du dich aufwärmen willst und wie lange du dafür maximal brauchen wirst. Das Gute an WOD-Klassen: Das Warmup ist vom Coach vorgegeben. Das heißt du musst dir keine weiteren Gedanken darüber machen, welche Körperteile du aufwärmen musst. Diese Arbeit hat sich dein Coach gemacht.(Sonst wäre er nicht dein Coach). Aber wenn es darum geht dein eigenes Ding zu machen, dann solltest du darauf achten nicht zu lange dich aufzuwärmen. .. Aber Achtung: Zu kurz aufwärmen ist auch gefährlich, da die Muskeln noch kalt sind und das Verletzungrisiko steigt. Bist du gerade dabei dein eigenes Ding zu machen, dann guck dir ruhig von den WOD-Klassen die WarmUps ab.
Also zusammengefasst: Durchdachtes Warmup = kein Zeitverlust + gut Vorbereitet für WOD. Das bringt mich zum nächsten Punkt.

4. Kein genauer Plan

Gehst du einfach in die Box und machst irgendetwas? Ausgenommen sind hier die Personen die vom Coach angeleitet werden. Personen, die ihr eigenes Ding durchziehen und am Anfang stehen haben oft keinen Plan was sie machen sollen. Per zufallsprinzip suchst du dir dein WOD, Übungen und Bewegungen aus. Du schaust dir von den Anderen ab was nach Spaß aussieht und machst einfach das? Ist doch klar, dass da Zeit verloren geht wenn du nicht weißt, was als nächstes kommt. Daher empfehle ich dir einen genauen Plan zu haben. Denn dann:
1. bist du motiviert
2. weißt was zu tun ist
3. musst keine zusätzliche Energie über das Nachdenken verlieren.
Ich kenne das selber: Als ich angefangen habe im OpenGym zu trainieren, habe ich anfangs nur die Übungen und WODs gemacht, die mir am meisten Spaß gemacht haben. Bisschen Bankdrücken, bisschen Clean, bisschen Snatch. Aber alles nach belieben und ohne genaue Angabe der Sätze und Wiederholungen. Keine Ahnung ob ich dann besser geworden bin.

Wie du deinen Trainingsplan aufbauen solltest, erfährst du hier.

5. Du bist unmotiviert

Genau. Dieser Punkt ist besonders wichtig und hängt von unglaublich vielen Faktoren ab. Wenn du nicht motiviert bist, dann ist dir das WOD egal. Du gibst nicht 100%, sondern nur das Minumum, um den heutigen Tag zu überleben. Du machst unnötig viele Pausen. Die Pausen die du machst, sind länger als nötig. Du schaust auf dein Handy, du redest und lenkst andere ab. Du alberst herum und denkst darüber nach früher aufzuhören. Glaub mir, das sind die schlimmsten Momente.
Das kann damit zusammenhängen, dass du nicht genug guten Schlaf bekommen hast. Oder du hast zu wenig gegessen. Kann aber auch sein, dass du im Übertraining bist und dein Körper einfach seinen Dienst verweigert.

Bildquellen

  • WOD: Brian Stark